Das alljährliche
Eselfest stand wieder einmal vor der Tür und für uns hieß das FLUCHT!! Aber wohin mit 2 ungestümen Jungs? Ein Bauernhof, maximal 1,5 Stunden von Daheim entfernt sollte es ursprünglich werden. Da sich die Suche in Deutschland aber als recht zeitaufwendig, schwierig, nervend erwies und Dank
www.urlaubambauernhof.at landeten wir auf dem Windbachgut im schönen Eben im Pongau.

Das Viertelfinalspiel der Fußballweltmeisterschaft Deutschland gegen Argentinien ohne Huuuuuuuuuupppppppkonzert!!
Mit Sack und Pack und wie immer viel zu viel „Notfallgepäck" starteten wir leider ohne Jonah am Freitag gegen 9:30Uhr. Wie oft es von der Rückbank tönte: „Wann sind wir endlich da?“ möchte ich hier nicht erwähnen. Frage am Rande: Wo gibt es in Bayern familienfreundliche Raststätten? Wir haben leider keine gefunden!!
Gegen 14:30 Uhr erreichen wir über einen Passat- unfreundlichen Weg unseren Hof und wurden freundlich von Frau Rainer begrüßt. Wir belegten die Zimmer und die Jungs den Hof mit all seinen Spielgeräten und Fahrzeugen.

Zum Abend durften wir bei der Stallarbeit zuschauen und mithelfen die Kühe und Pferde für die Nacht auf die Wiese zu treiben. Leo fand es im Stall unheimlich, denn „Lehmann“ das Schwein war ihm einfach zu laut. Nik traute sich den Hasen und die Kälber zu streicheln und freundete sich gleich mit Frau Rainer an.

Wir überlegten warum die Schwänze der Kühe angebunden sind (Nik: „Damit sie nicht weglaufen“) und schauten Frau Rainer beim Melken über die Schulter. Das wurde aber recht bald langweilig. Als die Katzen etwas frische Milch bekamen und sich es sich vor dem Stall gemütlich machten war Nik in seinem Element, Katzenalarm!!

Besonders „Die schwarze mit weiß und der schwarzen Nase“ hatte es ihm angetan. Erschöpft ging es ohne Sandmann viel zu spät ins Bett.
Am nächsten Morgen, auf dem Weg von unserer Ferienwohnung unterm Dach zum Frühstück, schlupfte Nik sofort am Frühstücksraum im Erdgeschoss vorbei nach draußen und wir lernten der Rest unserer Gastgeberfamilie kennen.
Angesichts der Wettervorhersage wollten wir nach Eben zum Badesee aber die Jungs waren auf dem Hof so beschäftigt und konnten sich nicht von den Katzen, Fahrzeugen, der neuen Schaukel, dem Eier suchen,…

trennen, dass wir Erwachsenen den Vormittag ganz relaxt im Schatten verbrachten.
Nach dem ruhigen Vormittag beschossen wir am Nachmittag etwas zu unternehmen und machten uns auf den Weg zum Dachstein. Naja, um es kurz zu machen: Wir sind nicht hoch zum Dachsteingletscher gefahren (Kosten für EINEN Erwachsenen überstiegen unsere Vorstellung und auf 12 Grad am Gipfel waren wir kleidungstechnisch nicht eingestellt), haben aber trotzdem 10 Euro Lehrgeld für die Mautstrecke bezahlt (Wucher von 5 € pro Person).
Um unseren enttäuschten Nik aufzumuntern steuerten wir dann den
Rittisberg Coaster an. Schade dass ich kein Tonband dabei hatte. Nik hat gelacht/ -jubelt bei der Abfahrt und sich bei jedem Bremsvorgang lauthals beschwert.

Der Tag war noch lange nicht vorbei. Am Abend haben wir mit Familie Rainer am Hexenhaus gegrillt.

Nik zog mit den Kindern durch das Gebüsch auf der Suche nach Wilden Erdbeeren oder Blaubeeren und beobachtete fasziniert das Angeln im Teich samt Verarbeitung des Fisches („Mama, Papa, der Christian hat den Fisch kaputt gemacht. Mit einem Messer und jetzt blutet er.“) bevor er total erschlagen ins Bett fiel und fast vergessen hätte ein Pflaster für eine seiner unzähligen neuen Verletzungen zu verlangen.